Eine Schwarzwälder Kuckucksuhr kann mehrere Generationen überdauern. Dafür genügen ein paar einfache Handgriffe: regelmäßiges Aufziehen, Stellen der Uhr ohne Gewalt und von Zeit zu Zeit eine Revision beim Uhrmacher.
Die mechanische Kuckucksuhr aufziehen
Aufgezogen wird über die Ketten, niemals über die Gewichte. Ziehen Sie langsam und gleichmäßig am freien Ende jeder Kette, bis das Gewicht unter dem Gehäuse angekommen ist. Bei einem 8-Tage-Werk mit schwereren Gewichten können Sie das Gewicht mit der anderen Hand leicht anheben, um die Bewegung zu begleiten.
Wie oft, hängt vom Uhrwerk ab: täglich bei einem 1-Tage-Werk, am besten zur gleichen Uhrzeit, und einmal pro Woche bei einem 8-Tage-Werk. Die Gewichte sinken nicht alle gleich schnell, und das ist normal: Das Gewicht für die Zeit arbeitet ständig, die Gewichte für Kuckucksruf und Musik nur, wenn die Uhr ruft.
Eine Quarz-Kuckucksuhr muss nicht aufgezogen werden: Es genügt, ab und zu die Batterien zu wechseln.
Die Kuckucksuhr stellen
Berühren Sie niemals den Stundenzeiger: Er folgt dem Minutenzeiger von selbst. Drehen Sie nur den Minutenzeiger im Uhrzeigersinn und halten Sie bei jeder vollen und halben Stunde kurz an. Lassen Sie den Kuckuck rufen und bei einer Musik-Kuckucksuhr die Melodie zu Ende spielen, bevor Sie weiterdrehen.
Manche Uhrwerke erlauben es auch, den Minutenzeiger rückwärts zu drehen; der Kuckuck stellt sich dann von selbst ein. Prüfen Sie das vorher in der Anleitung Ihres Modells.
Vor- oder Nachgehen regulieren
Beobachten Sie Ihre Kuckucksuhr 24 Stunden lang, bevor Sie etwas verändern. Geht sie vor, schieben Sie die Pendelscheibe etwas nach unten; geht sie nach, schieben Sie sie nach oben. Wenige Millimeter genügen: Laut VdS ändern 3 mm den Gang um etwa 3 Minuten pro Tag.
Ist das Ticken unregelmäßig, hängt die Uhr vermutlich nicht ganz gerade. Verschieben Sie sie ganz leicht nach links oder rechts, bis der Takt gleichmäßig ist.
Das Gehäuse abstauben und schützen
Das geschnitzte Holz wird mit einem weichen, trockenen Pinsel abgestaubt, ohne Pflegemittel und ohne feuchtes Tuch. Um es zu schonen, meiden Sie feuchte Räume und Wärmequellen wie Heizkörper oder Kamin, die dem Holz zusetzen.
Das Uhrwerk warten lassen
Ein mechanisches Uhrwerk sollte alle zwei bis drei Jahre gereinigt und geölt werden. Überlassen Sie diese Revision einem Uhrmacher: Er entfernt altes Öl und Staub und trägt anschließend genau die richtige Menge auf. Ölen Sie besser nicht selbst, denn ein Tropfen zu viel zieht Staub an.
Ruft Ihr Kuckuck nicht mehr, prüfen Sie zuerst den Abschalthebel an der Seite oder unter dem Gehäuse, bevor Sie einen Uhrmacher aufsuchen: Er darf nicht zwischen zwei Stellungen hängen bleiben.
Die Kuckucksuhr für den Transport vorbereiten
Für einen Umzug oder den Versand zur Revision ziehen Sie die Gewichte ganz nach oben und hängen sie anschließend zusammen mit dem Pendel aus. Binden Sie dann die Ketten möglichst nah am Gehäuse mit einer Schnur zusammen, damit sie nicht von ihren Rädern springen. Legen Sie eine Kuckucksuhr niemals hin, solange die Ketten nicht gesichert sind.
Mit diesen einfachen Handgriffen ruft Ihre Kuckucksuhr noch lange klar und geht genau. Sie sind noch unentschlossen, welches Modell es sein soll? Vergleichen Sie beide Varianten: mechanisch oder Quarz.